Essen im Zentrum des Ruhrgebiets gehört mit knapp 583.000 Einwohnern zu den größten deutschen Städten. Die Europäische Kulturhaupt-stadt des Jahres 2010 ist seit dem späten Mittelalter Waf-fenschmiede und lange Zeit eines der wichtigsten Zentren der Montanindustrie, heute entwickelt sich ein starker Dienstleistungssektor. Essen und die Krupp'sche Industrie haben sich über viele Jahre gegenseitig beeinflusst. Die Familie Krupp ist seit dem 16. Jahrhundert ansässig gewesen und bekleidete hohe Ämter. Friedrich Krupp gründete im Jahre 1811 eine Gussstahl-fabrik; dies gab den Bewohnern der Stadt viele Jahre Brot und Geld, obwohl die Geschäfte anfangs nicht so gut liefen. Der Bedarf an Arbeitern führte zu einer deutlichen Zunahme der Bevölkerung Essens. Die Ära der Familie Krupp endete im Jahre 1967 mit der Abdankung von Arndt von Bohlen und Halbach. Die Stadt verfügt über zahl-reiche Verwaltungsbauten aus dem gesamten letzten Jahr-hundert, angefangen bei dem
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Gebäude der Emschergenossen-schaft bis zum RWE-Turm. Viele Gebäude aus dem ersten Drittel des Zwanzigsten Jahrhunderts bestimmen das Bild der Innen-stadt, Handelshof, Eickhaus, alte Sparkasse und Hauptpost sowie im Innenstadtbereich Deutsch-landhaus, Steinhaus, Derendorf-haus, Lichtburg, Baedekerhaus, Blumhaus, Warenhaus Karstadt. Glanzstück der Innenstadt ist der Burgplatz mit Johanneskirche, Atrium, Münster, Domschatzkam-mer, Bischofspalais, VHS und dem Blick auf die Alte Synagoge und die altkatholische Kirche. Die Kettwiger Straße wird 1958 zu einer der erste Fußgängerzone der Bundesrepublik Deutschland.