| Der Kreis Wesel mit einem Durchmesser zwischen 45 und 48 km ist ein Randkreis des Ruhrgebiets und gleich-zeitig Bindeglied zwischen der Metropolregion Rhein-Ruhr und den Niederlanden. 45 Prozent des Kreisgebiets gehören zur Ballungsrand-zone, in welcher rund 80 Prozent der Einwohner des Kreises leben. In besonderem Maße wird die Entwicklung des Kreises jedoch durch seine Lage beiderseits des Rheins bestimmt. Im Dezember 1805 trat Preußen Wesel an Napoléon Bonaparte ab. Im Januar 1808 wurde die Stadt als rechtsrheinischer Brückenkopf in das Kaiserreich Frankreich eingegliedert und als 9. Kanton dem Arrondissement Kleve im Département de la Roer zugeordnet. Am 16. September 1809 wurden hier die elf Schillschen Offiziere füsiliert. Preußen erlangte seinen vormaligen Besitz 1815 zurück. Wesel wurde daraufhin unter anderem mit der Zitadelle Wesel zur Garnisonstadt ausgebaut. |
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| Am Ende des Zweiten Weltkrieges geriet der Kreis Wesel Kampfzone. Im März 1945 wurde dem Rhein von britische, kanadische und US-amerikanische Truppen überschritten. An dieser Operation waren 29 Divisionen beteiligt. Die Rheinüberquerung nördlich des Ruhrgebiets bildete zusammen mit dem amerikanischen Überschreiten des Rheins bei Remagen die Grundlage des Ruhrkessels. Am 25. März besuchten der britische Premierminister Winston Churchill und Feldmarschall Bernard Montgomery das Hauptquartier des alliierten Oberbefehlshabers Dwight D. Eisenhower. |